Lilienhof und Teufelsmoor – „Raus aufs Land“-Reisende erleben eine beeindruckende Bustour

Von Hermann Stehn

Kreis Cuxhaven Lilienthal. „Es war ein gelungener Tag.“ Mit diesen Worten fasste Inge Felski die Eindrücke und Erlebnisse zusammen, die sie und ihre Mitreisenden bei der SJ-Leserreise „Raus aufs Land“ nach Lilienthal gewonnen haben.

2007_lilienhof_und_teufelsmoor.jpgEs passte alles zusammen: angenehme Temperaturen, viel Sonne und nette Mitreisende. In Lilienthal angekommen, stieg Gästeführerin Ursula Thölen zu. In ihrer farbenprächtigen Tracht beeindruckte sie durch detailreiche Informationen, gespickt mit Anekdoten und Geschichten aus Lilienthal und Umgebung.

Nach einer kleinen Rundfahrt durch den Ort im Bus der Firma Primo Reisen Ehlers (Bokel) wurde der Meyerdierksche Hof angesteuert. Helga Meyerdiercks begrüßte die Gäste. Schließlich folgte eine Führung über das Betriebsgelände – natürlich konnten die Reisenden auch einen Blick auf die 450 Mastschweine werfen, die sich in ihren ausgedehnten Stallungen sichtlich „sauwohl“ fühlten. Dann führte die Landfrau die Besucher durch Küche, Lager und Produktionsräume, wo vieles „aus eigener Herstellung“ produziert wird.

Dann ging es in den „Hofladen“, einen 135 Quadratmeter großen Verkaufsraum, der seinesgleichen in Norddeutschland sucht. Im Jahr werden beispielsweise 3000 Gläser selbstgemachter Marmelade verkauft.

Bei der Weiterfahrt berichtete Ursula Thölen, dass Lilienthal, das heute 18000 Einwohner zählt, im Mittelalter die größte Sternwarte des Kontinents besaß.

Zum Mittagessen kehrte die Gruppe um Busfahrer Ole im „Borgfelder Landhaus“ ein, das für seinen „Tanztee“ berühmt ist. Gestärkt durch das leckere Mahl, machten sich die Teilnehmer auf zu einem Abstecher nach Bremen-Borgfeld. Und anschließend stand die spätromanische Kirche in St. Jürgen auf dem Programm. Sie liegt, wie auch viele Bauernhöfe, auf einer Wurt am Rande des Teufelsmoors. Dann durchquerte der Bus Worpswede mit den Stationen „Klein Helgoland“, „Weyerberg“ und „Erdholländer“, und schließlich ging es zum Heimatmuseeum „Lilienhof“ in Worphausen.

In der Anlage, bestehend aus fünf Gebäuden, wird altes Handwerk gezeigt. Eine Überraschung, die die Teilnehmer hier nicht unbedigt erwartet hätten, war die ehemalige Telefonvermittlungsstelle Bremen, die dort funktionsfähig aufgebaut ist als Dokumentation des Fernmeldehandwerks. Den Abschluss der Tour bildete die Kaffeetafel mit frisch im museumseigenen Backhaus gebackenen Butterkuchen.

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