Raus aufs Land: Tradition und Moderne im Wursterland
Land Wursten (stn). Die SJ-Leserreisen „Raus aufs Land“-Touren erfreuen sich großer Beliebtheit. Mit ausverkauftem Bus ging es beim letzten Mal in die nähere Umgebung – ins Wursterland.
Der mit 57 Personen vollbesetzte Bus von „Primo Reisen Ehlers“ (Bokel) mit Fahrer Christian am Lenker steuerte zunächst Weddewarden an.
Beim „Schloss Morgenstern“ wurde der Deich erklommen. Viele der Mitreisenden waren überrascht, dass es dort keinen „Weserblick“ mehr gibt sondern jetzt einen „Hafenblick“ auf die Baustelle für den Containerterminal CT 4.
Probleme in schmaler Gasse
Bei der Weiterfahrt erwies sich der sehr große Bus als zu lang für die schmalen Gassen von Weddewarden. Gästeführer Peter Oster drückte ein Verkehrsschild zur Seite, damit der Bus unbeschadet weiterfahren konnte. Oster begleitete die Tour bis zum Schluss mit vielen kleinen „Döntjes“ und Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart. Seine Informationen fanden viel Anklang bei den Mitreisenden.
Der Ochsenturm in Imsum war das nächste Ziel der Fahrt. Dann ging es nach Wremen zum Wremer Kutterhafen, wo der Leuchtturm „Kleiner Preuße“ wieder seinen Platz eingenommen hat. Weitere Station war Misselwarden, das „Alte Pastorenhaus“, gefolgt von Dorum-Neufeld mit seinen vielen Freizeiteinrichtungen. Auch beim „Schwarzen Wehl“ wurde gestoppt, und Peter Oster erzählte die schaurige Geschichte vom „Aalkönig“.
Christa Metzler aus Bremerhaven, die mit ihrem Handarbeitsklub zum ersten Mal die „Raus aufs Land“- Fahrt mitmachte, war sehr angetan von der Reiseleitung und überhaupt von der Tour.
Zur Mittagszeit steuerte der Bus das Restaurant „Eymers“ in Spieka-Neufeld an, wo es ein Fleisch- und ein Fischgericht zur Auswahl gab. Einhellige Meinung: „Ganz hervorragend.“
Schon ging die Tour weiter nach Cappel. In der dortigen „St. Peter und Paul“ Kirche bestaunten die Teilnehmer die berühmte „Arp Schnitger“-Orgel. Nach einer kurzen historischen Einführung spielte Siegrid Jentzsch auf dem Instrument und demonstrierte dabei die außerordentliche Klangfülle.
Nach so viel neuen Eindrücken und Informationen musste auch mal wieder für das leibliche Wohl gesorgt werden. Dies geschah dann gleich nebenan in „Schlichtings Gasthaus“ bei einem leckeren Kuchenbüfett.
Nach dem obligatorischen Glas Sekt von Busfahrer Christian ging es auf die Heimfahrt, wobei noch ein Zwischenstopp in Midlum eingelegt wurde. Die Flügel der dortigen, 150 Jahre alten Windmühle drehten sich majestätisch im Wind.